Kabarett? Roland Düringers Auftritt in der ORF1-Sendung "Dorfers Donnerstalk" am 8.12.2011 über die momentane politische Lage.
Eine tolle schauspielerische Leistung von Roland Düringer. Und! Irgendwie erinnert mich dieses Video an den Film "Die Welle". Spannend ist es die Sprachmuster zu analysieren. Metaprogramme, LOOPtypen, mag(net)ic colours -feelings puh ...

Tags: Kabarett

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Kommentar von Yvonne van Dyck am 17. Dezember 2011 um 12:52pm

Das schreibt Roland Düringer auf seiner Facebook Seite

Liebe Gemeinschaft
Ich war als Schauspieler in einer satirischen Unterhaltungssendung zu Gast. Habe gemeinsam mit meinem Freund und langjährigem Weggefährten Alfred nach einem Thema für meinen Gastauftritt gesucht. Uns schien es angemessen, die brodelnde Unzufriedenheit, Enttäuschung und auch Wut aufzugreifen und darzustellen. Daher war es naheliegend, in die Rolle des Wutbürgers zu schlüpfen. Um die Ambivalenz des Wutbürgertums zu beleuchten, teilten wir die Geschichte in einen Zuspieler (der nicht diskutiert, weil offenbar nicht wahrgenommen wurde) und einen Bühnenauftritt. Dabei verließ ich die Rolle des unsicheren, frustrierten Wutbürgers und deklarierte mich als Roland Düringer. Warum? Weil ich selbst diese Unzufriedenheit in meiner Umwelt wahrnehme, mitfühle und gut verstehen kann. Weil ich das, was ich spüre, sagen wollte. Natürlich theatralisch aufbereitet und inszeniert, aber inhaltlich und essenziell ehrlich und ernst.

Ich selbst bin nicht wütend, ich bin ent-täuscht. Will heissen: ich arbeite seit geraumer Zeit daran, all die Täuschungen, die auf uns losgelassen werden, für mich zu erkennen und ihnen in meinem Leben keinen Platz zu geben. Erst, wenn wir ent-täuscht sind, können wir klar sehen und die richtigen Entscheidungen für uns selbst und alle, die wir lieben, treffen. Es ist an der Zeit, den Fallen auszuweichen und die Fallensteller brotlos zu machen. Wie auch immer....

Mit meinem Auftritt habe ich wohl etwas ausgelöst. Vielleicht auch losgetreten, zumindest aber einmal getroffen. Der Pfeil hat sein Ziel nicht verfehlt. Nun stehen wir da mit einem Pfeil in der Brust und überlegen und fragen: Was war das für ein Pfeil, war er aus Aluminium, aus Carbon, trug er eine Jagdspitze, war es ein Verirrter? Aus welcher Richtung kam er? Von links, von rechts. Aus der Ferne, aus unmittelbarer Nähe? Von welchem Bogen wurde er abgefeuert. Ein Sportbogen, ein Jagdbogen, ein Langbogen, ein Recurvebogen, ein Compoundbogen. Mit Visiereinrichtung oder instinktiv ins Ziel geschossen. Viele Fragen. Eine sinnloser als die Andere. Die Frage, die man sich mit einem Herz in der Brust zu stellen hat: Was trieb mich in die Schussrichtung des Pfeiles, was habe ich daraus erfahren und was ist meine Erkenntnis.


Die Frage, die wir uns alle zu stellen haben: Wie wollen wir leben?
Weiter auf Kosten anderer? Gesteuert von Gier und Angst?
Darüber lohnt es sich nachzudenken. Einem Fernsehkasperl sollte man nicht zu viel Bedeutung geben.
Euch allen ein frohes Fest, viel Liebe und Spaß und ein spannendes 2012.
Roland Düringer

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Yvonne van Dyck hat dieses Ning-Netzwerk erstellt.

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